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Mehr als 210 LBV-Delegierte senden heute ein deutliches Signal an die Staatsregierung, den Naturschutz nicht weiter zu schwächen
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LBV-Sondernewsletter

Liebe Naturfreundin, lieber Naturfreund,

auf den Naturschutz in Bayern rollt eine bedrohliche Welle zu: Die Bayerische Staatsregierung plant erhebliche finanzielle Kürzungen und rechtliche Einschränkungen im Naturschutz. Diese drohen zu einer drastischen Schwächung des Natur- und Artenschutzes im Freistaat zu führen und die Erfolge der vergangenen Jahre zu zerstören!


Besonders gefährdet sind zentrale Errungenschaften, wie etwa wichtige Maßnahmen zur Umsetzung des Volksbegehrens Artenvielfalt - „Rettet die Bienen!“ und die europäische Natur-Wiederherstellungsverordnung - ein Meilenstein im Naturschutz. Leider nehmen bayerische Politikerinnen und Politiker europaweit führende Rollen bei den Bestrebungen gegen diese Verordnung ein. 


Und das entgegen dem Wunsch der Bayerischen Bürgerinnen und Bürger: Laut einer aktuellen Umfrage befürwortet eine überragende Mehrheit von 83 % aller Bayern das geplante EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. 73 % wünschen sich sogar einen stärkeren politischen Umsetzungswillen. Ein klarer Auftrag an die Politik.

Wir ziehen die Zügel an - Naturschutz ist nicht verhandelbar!

Aus diesem Grund sendet die Delegiertenversammlung  - das oberstes Gremium des LBV - mit einer Resolution unter dem Motto „Naturschutz ist nicht verhandelbar“ am heutigen Samstag in Coburg ein eindeutiges Zeichen an die Bayerische Staatsregierung!


Unsere Ehrenamtlichen aus ganz Bayern verurteilen sowohl die drohenden massiven Einsparungen von Geldern für den Naturschutz im kommenden Doppelhaushalt als auch die Rücknahmen oder Beschränkungen in verschiedenen Verordnungen und Gesetzen.

LBV-Delegiertenversammlung 2025

Seit dem Volksbegehren „Rettet die Bienen!“  wurde viel erreicht. Aber geplante Mittelkürzungen und rechtliche Einschränkungen unter dem Vorwand des „Bürokratieabbaus“ würden zentrale Fortschritte zerstören – in Bayern und mit Blick auf das EU-Gesetz zur Wiederherstellung der Natur. Das akzeptieren wir nicht. 


Unsere Forderungen an die Staatsregierung: 


👉 Verlässliche Finanzierung statt Kürzungen. 
👉 15 % Biotopverbund bis 2030 konsequent umsetzen. 
👉 55.000 ha Moore wiedervernässen – für Klima, Arten, Wasser. 
👉 Artenhilfsprogramme und Streuobstpakt sichern. 
👉 Transparente Berichte zu Biotopverbund, Ökolandbau und Lage der Natur fortführen. 
👉 EU-Naturwiederherstellungsgesetz nicht blockieren, sondern vorbildlich umsetzen. 
👉 Beteiligungsrechte der Umweltverbände stärken statt aushöhlen. 


Wir sind bereit zum Dialog – aber nicht zum Abbau von Umweltstandards. Wirksamer Naturschutz ist nicht verhandelbar, sondern eine zentrale Herausforderung für uns alle. 

So können Sie selbst aktiv werden

Die Natur in Bayern steht auf der Kippe – und gleichzeitig ist klar, was zu tun ist. Als LBV-Mitglied geben Sie unserer gemeinsamen Stimme Gewicht und sorgen dafür, dass Naturschutz nicht unter dem Deckmantel des „Bürokratieabbaus“ geschwächt wird.


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Nicole Friedrich
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Bildquellen: Siehe Bildunterschrift. Weitere: Orotolan (Markus Gläßel), Eisvogel (Rainer Schaaf), Igel (Marion Rappers)

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