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jedes Frühjahr freuen wir uns in Bayern über die Rückkehr von Zugvögeln wie Bienenfresser, Rauchschwalbe und Weißstorch. Auf ihren Reisen zwischen Europa und Afrika sind sie auf intakte Rast- und Überwinterungsgebiete entlang ihrer Zugrouten angewiesen. Wird eines dieser Gebiete zerstört, betrifft das nicht nur die Natur vor Ort – sondern auch die Vögel, die jedes Jahr nach Bayern zurückkehren.
Gemeinsam mit dem albanischen BirdLife-Partner PPNEA und BirdLife Europe & Central Asia wollte ich kürzlich eines der wichtigsten Zugvogelgebiete Albaniens besuchen: die geschützte Küstenlandschaft Vjosa–Narta. Doch mitten im Schutzgebiet standen wir Bulldozern gegenüber, die den Boden für ein geplantes Luxusresorts vorbereiteten. Zu sehen, wie ein so wertvoller Lebensraum in Echtzeit für privaten Profit zerstört wird, hat uns sprachlos gemacht.
Beim Zugvogelschutz ist eine grenzübergreifende Zusammenarbeit unverzichtbar. Daher bitten wir Sie heute, unsere albanischen Partner zu unterstützen und eine Petition gegen die Zerstörung in Vjosa–Narta zu unterzeichnen.
Auch in Brüssel ist derzeit eine starke gemeinsame Position der europäischen Naturschutzverbände gefragt. Denn wichtige Naturschutzgesetze wie Natura 2000 und die Wiederherstellungsverordnung stehen unter massivem Druck.
Dass der Schutz unserer bayerischen Natur direkt von diesen Gesetzen abhängt, zeigt der Fall der geplanten Baumaßnahmen am Fellhorn – mitten im europäischen Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet sollen hier neue Pisten und Lifte für den Skibetrieb entstehen. |